o. Univ.-Prof. Dr. Josef Aicher
Prof. Aicher ist seit 1982 ordentlicher Universitätsprofessor für Handels- und Wertpapierrecht (Unternehmensrecht) an der Universität Wien und seit 2003 Visiting Professor der Donau-Universität Krems. Zuvor war er (1975-1978) ordentlicher Universitätsprofessor für Bürgerliches Recht an der Universität Graz und (1978-1982) ordentlicher Universitätsprofessor für Handelsrecht- und Wertpapierrecht an der Universität Linz; seit 1980 ist er auch Honorarprofessor der Universität Salzburg. Von 1990 bis 1998 war er als Börserat der Wiener Wertpapierbörse tätig und von 1994 bis 1997 Vorsitzender der Bundesvergabekontrollkommission. Zurzeit ist er neben seiner Tätigkeits als Mitherausgeber der Zeitschriften "Wirtschaftsrechtliche Blätter" und "Zeitschrift für Vergaberecht und Beschaffungspraxis" Senatsvorsitzender der Übernahmekommission (seit 1999), korr. Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (seit 2001), Vorsitzender der Schiedsinstanz des Allgemeinen Entschädigungsfonds beim Österreichischen Nationalfonds (seit 2002), Präsident des Tender Club Austria (TCA; seit 2002) und Mitglied des Präsidiums des Internationalen Schiedsgerichts der Wirtschaftskammer Österreich (seit 2005).
KU Privatrechtliche Aspekte der öffentlichen Auftragsvergabe
Den Teilnehmern soll das Ineinandergreifen von Vergabeverfahrensrecht und Zivilrecht vermittelt werden. Der Inhalt dieser Lehrveranstaltung orientiert sich an der Judikatur der Zivilgerichte und der Vergabekontrollbehörden. Vor allem wird das Zustandekommen des Leistungsvertrages im Vergabeverfahren, das irrtumsbehaftete Angebot, der vergaberechtliche Präventivschutz gegen unbillige Vertragsbedingungen, die gerichtliche Inhaltskontrolle unbilliger Vertragsbedingungen und das System des zivilrechtlichen Bieterschutzes (insbesondere die Schadenersatzansprüche des übergangegen Bieters) erörtert.
Univ.-Doz. Dr. Brigitte Gutknecht
Univ.-Doz. Dr. Brigitte Gutknecht promovierte 1963 zum Doktor der Rechtswissenschaften. Nach Absolvierung der Gerichtspraxis war sie Referentin in der wissenschaftlichen Abteilung der (nunmehr) Wirtschaftskammer Österreich für Wirtschaftsrecht. 1971 war sie Vertragsassistentin am Institut für Arbeits- und Sozialrecht der Universität Wien; ab 1972 Familienarbeit sowie freiberufliche Tätigkeit. 1975/76 machte sie einen Auslandsaufenthalt in den USA. Ab 1976 war sie Universitätsassistentin und später Assistenzprofessorin am Institut für Verfassungs- und Verwaltungsrecht der Wirtschaftsuniversität Wien, seit 1995 am Institut für Staats- und Verwaltungsrecht der Universität Wien tätig. In den Jahren 1978 – 1998 war sie Lehrbeauftragte an der Wirtschaftsuniversität Wien, ab 1995 an der Universität Wien, an der sie 2005 habilitierte.
Funktionen und Mitgliedschaften: Stellvertretende Vorsitzende der Bundes-Vergabekontrollkommission; Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats der Forschungsgesellschaft für Wohnen, Bauen und Planen; Mitglied der österreichischen Juristenkommission und der Gesellschaft für Baurecht; Österreich-Korrespondentin der Zeitschrift Public Procurement Law Review. Daneben kann sie unzählige Publikationen im Bereich des Bau- und Wohnrechts, des Vergaberechts und des Rechts der EU aufweisen.
KU Das Recht der Vergabe öffentlicher Aufträge
Der einstündige Kurs wird in Blockform abgehalten. Er soll den Studierenden einen Überblick über das österreichische Vergaberecht vermitteln. Im Einzelnen werden behandelt: Der Begriff des öffentlichen Auftrags, Gemeinschaftsrechtliche Grundlagen, System und Grundsätze des österreichischen Vergaberechts, persönlicher und sachlicher Geltungsbereich des BVergG 2006, Arten und Auswahl des Vergabeverfahrens, der Ablauf der Vergabeverfahren , Besonderheiten der „Sektoren“ und die Vergabekontrolle. Methodisch wird so vorgegangen, dass die Studierenden eingeladen werden, die jeweils zu besprechenden Gegenstände, insbesondere auch Entscheidungen, vorzubereiten, die dann in Erörterungen, Diskussionen und Entscheidungsbesprechungen vermittelt werden.
RA Dr. Georg Karasek
Dr. Georg Karasek ist Partner und Rechtsanwalt bei KWR Karasek Wietrzyk Rechtsanwälte GmbH. Er ist auf Bau-, Vergabe-, Immobilien- und Architektenrecht sowie die Vertretung vor Gerichten und Schiedsgerichten spezialisiert. Er ist Autor zahlreicher Bücher, Buch- und Kommentarbeiträge sowie von Artikel und Aufsätzen über Vertragsrecht und Baurecht in diversen Zeitschriften.Weiters ist er Mitglied der Gesellschaft für Baurecht, Lehrbeauftragter an der Universität Wien und seit mehreren Jahren Vortragender zu bau- und vergaberechtlichen Themen sowie zum Architektenrecht bei diversen Seminarveranstaltern.Seine anwaltliche Tätigkeit erstreckt sich auf Vertragsverfassung, projektbegleitende laufende Rechtsberatung und vergaberechtliche Vertretung und Beratung im Anlagen- und Straßenbau. Er vertritt in zahlreichen Schieds- und Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit Anlagen- und Straßenbau und ist selbst als Schiedsrichter bei baurechtlich anhängigen Schiedsverfahren tätig. Zu seinen Mandanten zählen zahlreiche öffentliche als auch im private Auftraggeber.
KU ÖNORM B 2110
KU Vertragsgestaltung im Baurecht: Bauvertrag und Generalunternehmervertrag
Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Andreas Kropik
Prof. Kropik ist Universitätsprofessor für Bauwirtschaft und Baumanagement am Institut für Interdisziplinäres Bauprozessmanagement der TU Wien. Weiters ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens "Bauwirtschaftliche Beratung GmbH". Neben Forschung und Lehre umfasst seine Tätigkeit auch die Beratung bei der Abwicklung und Steuerung von Bauprojekten. Prof. Kropik ist beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger, Mitglied in diversen Ausschüssen des Österreichischen Normungsinstituts sowie Autor zahlreicher Fachartikel und Fachbücher.
KU Bauvertragliche und bauwirtschaftliche Aspekte des Nachtragsmanagements
Diese Lehrveranstaltung wird interdisziplinär abgehalten. Neben den rechtlichen Aspekten bei Leistungsstörungen sind auch die wirtschaftlichen Aspekte zu beachten. Diese Lehrveranstaltung behandelt daher die rechtlichen Voraussetzungen und - schwerpunktmäßig - die wirtschaftlichen Auswirkungen bei Leistungsstörungen. Dabei wird ein Überblick über die Baukalkulation, Kostenverläufe und Berechnungsmethoden bei Leistungsänderungen und Behinderung gegeben.
RA Dr. Rudolf Lessiak
Dr. Lessiak war von 1981 - 1983 Assistent am Institut für Zivilrecht der Universität Wien. Danach war er Konzipient und legte 1986 die Rechtsanwaltsprüfung ab. Von 1987 - 1994 war er Assistent am Institut für Handels- und Wertpapierrecht der Universität Wien. Seit 1990 ist Dr. Lessiak Leiter der Rechtsabteilung der EXPO Vienna AG und seit 1991 selbständiger Rechtsanwalt (seit 1999 Seniorpartner der Rechtsanwaltskanzlei Lessiak & Partner). Daneben machte er mehrere Forschungsaufenthalte zum Vertragsrecht Internationaler Bauprojekte am Max-Planck-Institut für Ausländisches und Internationales Privatrecht in Hamburg sowie an der Universität Heidelberg. Neben seiner Konsulententätigkeit für Exportunternehmen in Asien, Australien und mehreren arabischen Staaten hat er Lehraufträge an den Universitäten Wien und Klagenfurt, an der Exportakademie, der Verwaltungsakademie des Bundes und im Lehrgang Vergaberecht. Außerdem kann er Publikationen im Baurecht mit Schwerpunkt PPP, Gesellschaftsrecht, im Wettbewerbsrecht, über das UNCITRAL-Kaufrecht, zu Rechtsfragen internationaler Projektveträge, im Bauvertragsrecht, im Urheberrecht und im Vergaberecht vorweisen.
KU Betreibermodelle in der Bauwirtschaft und im Anlagenbau
In dieser Lehrveranstaltung geht es primär um die Herausarbeitung jener Charakteristika von PPP-Modellen, an denen die spezifischen Anforderungen der Finanzierung, der Vertragsgestaltung und der Kooperation in solchen Projekten anknüpfen und die auch den vergaberechtlichen Rahmen festlegen. Weiters werden die Anforderungen Masstricht-konformer Finanzierung von PPP-Projekten erörtert. Ausführlich widmet sich die Lehrveranstaltung dem Thema, dass die Vielfalt der Erscheinungsformen solcher Projekte den Blick auf grundlegende, einheitliche Anforderungen an die Vertragsgestaltung nicht verdecken darf. Dieser Themenbogen spannt sich von den Möglichkeiten vertraglicher Gestaltung der Kooperation zwischen Hoheitsträgern und Privaten bis zur Frage, wie marktwirtschaftlich messbare Erfolge des Projektes als Anknüpfungspunkt für den vertraglich festzulegenden Betriebserfolg und damit für die Finanzierung definiert werden können. Die Vorlesung endet mit einer kurzen Darstellung von Methoden der Alternative Dispute Resolution unter dem Gesichtspunkt ihrer Leistungsfähigkeit und Anwendung in PPP-Projekten.
RA Mag. Dr. Peter Madl
Peter Madl ist Partner bei Schönherr seit 1992 und leitet die Real Estate Practice Group. Weiters ist er speziell für die Liegenschaftstransaktionen in den Büros in Bulgarien, Polen und der Ukraine verantwortlich. Peter Madl ist Mitglied der Rechtsanwaltskammer Wien und absolvierte das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien (Dr. iur. 1983) und der Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien (Mag. rer. soc. oec. 1987). Peter Madl berät österreichische und internationale Investoren, Bauträger und (Investment-)Banken im Projektgeschäft hinsichtlich aller Aspekte in Immobilientransaktionen (Akquisition, Projektentwicklung, sale and lease back). In den letzten Jahren hat Peter Madl eine große Anzahl an Immobilientransaktionen in Österreich und CEE betreut. Daneben arbeitet er auch für große Softwarehersteller und IT-Anwender im Zusammenhang mit IT-Verträgen. Peter Madl ist seit 1986 bei Schönherr tätig und wurde 1990 als Rechtsanwalt in Österreich zugelassen. Er ist seit 1996 Lehrbeauftragter an der Writschaftsuniversität Wien für Allgemeines Vertragsrecht und Wirtschaftsverträge und hält seit 2008 Seminare über Liegenschaftstransaktionen an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien.
KU Immobilienentwicklung
SE Abwicklung internationaler Immobilienprojekte
Hofrat des VwGH Dr. Reinhold Moritz
Dr. Reinhold Moritz ist seit 1. 1. 2002 Hofrat des Verwaltungsgerichtshofes. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften in Wien (1978 – 1983) war er bis 2001 beim MA der Stadt Wien tätig: zunächst in der für das Baurecht zuständigen Magistratsabteilung 64, dann in der Magistratsdirektion, zuletzt als Dezernatsleiter für Verfassungsangelegenheiten. Zudem war er Vorsitzender der Wiener Bauordnungs-Kommission, Mitglied der Wiener Stadtverfassungs-Kommission und Landtagsdirektor von Wien. Neben seiner umfangreichen Vortrags- und Publikationstätigkeit, insbesondere auf den Gebieten Baurecht, Verfassungsrecht, Verwaltungsverfahrensrecht, Assanierungsrecht, Denkmalschutzrecht und Gemeinderecht, hat er einen Kommentar zur Bauordnung für Wien verfasst und ist Mitautor eines Kommentars zur Wiener Stadtverfassung.
KU Raumordnungs- und Baurecht anhand der Bauordnung für Wien
Folgende Themen werden in dieser Lehrveranstaltung behandelt:
- Flächenwidmungs- und Bebauungspläne (Verfahren zur Erlassung, Inhalte, Planlesen)
- Bausperren; Grundabteilungen, insbesondere Bauplatzschaffung mit Planlesen
- Anliegerleistungen, insbesondere Grundabtretungen und Gehsteigverpflichtung; Bauverbote; Enteignungen
- Duldungspflichten
- Baubewilligung und Bauanzeige (Tatbestände und Verfahren, Planlesen)
- Benützung von Bauwerken
- Instandhaltungspflicht (Folgen von Baugebrechen)
- Notstandspolizei
- Konsenswidrigkeiten, Schwarzbautenproblematik
- Baurechtliche Nebengesetze, insbesondere Garagengesetz, Kleingartengesetz, Aufzugsgesetz, Kanalgesetz
RAA Dr. Harald Friedl
KU Grundbuchsrecht
KU Bauträgervertragsrecht und Teilzeitnutzungsrecht
o. Univ.-Prof. Dr. Heinz Krejci
KU Die Bau-ARGE
RA ao. Univ.-Prof. Dr. Christian Rabl
KU Treuhandabwicklung beim Liegenschaftskauf und Bauträgervertrag
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Universität Wien
Schottenbastei 10-16
A-1010 Wien
T: +43-1-4277-348 05



