Corona and the Law

24.08.2020

Univ.-Prof. Dr. Christiane Wendehorst ist Mitherausgeberin eines paneuropäischen Sammelbandes zu den rechtlichen Implikationen der Coronakrise. In diesem Werk werden aktuelle Fragen zur aktuellen Situation diskutiert und mögliche Lösungswege aufgezeigt.

In den letzten Monaten wurde die ganze Welt aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus vor neue Herausforderungen gestellt. Im März 2020 war Europa zum Epizentrum der Pandemie geworden und meldete über 40% der damals weltweit bestätigten Fälle. Zahlreiche europäische Länder riefen Shutdowns aus, Geschäfte wurden geschlossen und Ausgangssperren verhängt. Es kam zu einer massiven Störung des Reise- und Handelsverkehrs in ganz Europa und drängende rechtliche Fragen, die sich so noch nie gestellt haben, standen im Raum. Gemeinsam mit Ewoud Hondius (Universität Utrecht, NL), Andrea Nicolussi, (Catholic University of the Sacred Heart Milano, IT), Pablo Salvador-Coderch (Universitat Pompeu Fabra Barcelona, ES), Marta Santos Silva (Universität Maastricht, NL), und Fryderyk Zoll (Jagiellonian University Krakow, PL), hat Univ.-Prof. Dr. Wendehorst nun einen Sammelband mit Berührungspunkten zu vielen Rechtsbereichen herausgegeben. Das Projekt sties auf rege Beteiligung durch zahlreiche, namhafte Professoren sämtlicher (rechtlicher) Disziplinen, die unterschiedliche Beiträge zu verschiedenen Fragen im Zusammenhang mit der Corona-Krise verfassten. 

Univ.-Prof. Dr. Christiane Wendehorst selbst verfasste einen Beitrag zum Einsatz von “COVID-Apps”– d.h. von mobilen Anwendungen, die von der breiten Bevölkerung genutzt werden sollen, um die Pandemie einzudämmen. Dabei liegt der Schwerpunkt insbesondere auf datenschutzrechtlichen Problemen bei der Verwendung solcher Apps. Sie zeigt dabei auf, dass die öffentliche Kritik – zumindest in Hinblick auf das dezentrale DP-3T-Design, das auch der österreichischen Stopp-Coronona-App zugrunde liegt – aufgrund der extremen Datenschutzfreundlichkeit unbegründet ist, wobei es wohl gerade die Datenschutzfreundlichkeit der App und die Freiwilligkeit ihrer Nutzung ist, die die App als Mittel zur Bekämpfung der Pandemie letztlich nicht hinreichend wirkungsvoll macht.

Die Publikation ist nun verfügbar unter: https://www.intersentiaonline.com/bundle/coronavirus-and-the